Am vergangenen Dienstag besuchte Childhood gemeinsam mit Marie Luise Graf-Schlicker, Abteilungsleiterin „Rechtspflege“ des Bundesjustizministeriums, die Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin und das Amtsgericht in Leipzig. Natürlich ging es um das Childhood-Haus, das dort in diesem Jahr eröffnet wird.

Gespannt lauschte Frau Graf-Schlicker den interessanten Erläuterungen von Oberarzt Dr. Matthias Bernhard und Frau Dr. Petra Nickel, Kinderpsychologin am Klinikum. Sie berichteten über die zahlreichen Workshops und Arbeitsgruppen und den getroffenen Absprachen im Laufe der inhaltlichen Vorbereitungen zum Childhood-Haus. Als spannend empfanden sie dabei die Chance, auch Polizei und Richterschaft aus Leipzig ins Boot zu holen. Nicht ohne Stolz berichten sie, wie gut das gelungen ist. Bereits mehrmals kamen Vertreter*innen der Polizeidirektion und des Amts- und Landgerichts zusammen, um gemeinsam festzulegen, wie die technische Ausstattung im Videovernehmungsraum denn nun genau aussehen muss, um formalen ermittlungstechnischen Anforderungen zu genügen.

Vorbereitung fürs Childhood-Haus: Fortbildungen für alle Akteure

Wie eine geeignete Fortbildung aussehen kann, die alle beteiligten Professionen auf die gemeinsame Arbeit im Chidhood-Haus vorbereitet, das erfuhr Frau Graf-Schlicker anschließend bei einem Besuch im Amtsgericht in einer Diskussionsrunde mit Michael Wolting (Präsident des Amtsgerichtes) Kai-Uwe Deusing, (Vizepräsdent des Landgerichts) sowie den Richterinnen Schulz, Webers und Weißenfels. Herr Wolting präsentierte die Agenda einer konsequent interdisziplinären Fortbildung, die im Juni stattfinden wird und sich an Richter- und Staatsanwaltschaft und die Polizei richtet und alle Aspekte einer kindgerechten Fallbearbeitung einbezieht. Einen wichtigen Teil der Fortbildung nimmt die Videovernehmung ein. Entsprechend interdisziplinär ist auch das Feld der Referentinnen und Referenten besetzt.

Wir alle beglückwünschen alle Akteure in Leipzig und freuen uns auf eine interessate Fortbildung!