In einem Umfeld, in dem Drogen, Gewalt und Kriminalität zur Tagesordnung gehören, wird die Arbeit von Projekten häufig erschwert. Mitarbeiter*Innen setzen sich meist schon auf dem Weg zur Arbeit Risiken und Gefahren aus. Auch die Projektarbeit an sich kann Teilen der Gesellschaft missfallen, vor allem wenn es sich (im Kontext Kindesmissbrauch) um mögliche Tätergruppen handelt. Und doch ist es gerade an diesen Orten so wichtig, dass Menschen Anlaufstellen haben, bei denen sie Schutz, Sicherheit und Hilfe finden. Auch einige unserer Projekte bilden diese Rettungsinseln im Chaos.

Eines dieser Projekte ist Etafeni Safety for Children in Südafrika.

Projektarbeit im Township Nyanga

In Nyanga, einem der ärmsten Townships im südafrikanischen Kapstadt, arbeitet das Projekt Etafeni. Es betreut Kinder im Alter von 3-18 Jahren, die von sexueller Gewalt und Missbrauch betroffen sind, bietet Erziehungsworkshops für Eltern an und führt präventive Maßnahmen durch, um Kinderrechte in Nyanga zu stärken. Stand Februar 2018 ist es das einzige Projekt vor Ort, das sich um von Missbrauch betroffene Kinder kümmert. Umso wichtiger ist die Arbeit von Etafeni.

In den letzten Jahren wird diese Arbeit zunehmend durch die immer unsicherere Situation des Townships erschwert. Mit einer der höchsten Mordraten in ganz Südafrika ist das Township ein Ort, der den Anwohnern – und damit auch den MitarbeiterInnen des Projektes – kaum Sicherheit bietet. Kriminelle Banden, Drogen, Gewalt und sexuelle Übergriffe schaffen in Nyanga ein Klima von ständiger Angst. Hinzu kommt, dass die MitarbeiterInnen von Etafeni immer wieder Gewalt- und Mordandrohungen ausgesetzt sind. So müssen Hausbesuche bei Klienten teilweise abgesagt und zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Manchen MitarbeiterInnen ist es aufgrund von einer akuten Gefahrenlage an einigen Tagen nicht möglich zum Projektgebäude zu gelangen. Das Projekt hat sich dieser veränderten Sicherheitslage mittlerweile angepasst. Etafeni ist gut vernetzt im Township und steht im engen Kontakt mit der örtlichen Polizei. Um ihre MitarbeiterInnen auch zukünftig zu schützen, wurden nach und nach neue Schritte eingeführt, u.a. Sicherheitsworkshops und – Briefings. Dank Childhood nutzen die MitarbeiterInnen mittlerweile auch eine Sicherheitsapp, die es dem Team möglich macht, sich untereinander über das Handy zu tracken und bei Gefahr Hilfe zu holen.

Childhood fördert das Projekt seit 2012.

Neben deutschen Projekten fördert die World Childhood Foundation eine Vielzahl von Initiativen weltweit, u.a. Nepal, Südafrika und Thailand. Derzeit fördert die Stiftung mehr als 100 Projekte in 16 Ländern. > Erfahren Sie mehr über unsere Projekte