Wir alle kennen diese Sätze und haben sie so oder so ähnlich schon einmal gehört, wenn es um Fälle von Kindeswohlgefährdung geht. Statistiken zeigen, dass Kindesmissbrauch deutlich häufiger vorkommt als die Allgemeinheit denken würde. Ob Ärztetochter, Flüchtlingskind oder der Sohn eines Hartz IV-Empfängers – Herkunft und Sozialstatus der Familien spielen bei sexuellem Kindesmissbrauch keine Rolle.

 

Sie vermuten, dass ein Kind in Ihrem Umfeld Opfer von sexuellem Missbrauch wurde?
Zögern Sie nicht etwas zu tun! Ein einziger Anruf kann helfen.

 

  • Rufen Sie beim Hilfetelefon an: 0800 22 55 530
    (Äußern Sie Ihren Verdacht oder Ihr „komisches Gefühl“ / kostenfrei und anonym)
  • Vermeiden Sie bei einem Verdachtsfall den direkten Weg zur Polizeistation!
    (Nicht gewährleisteter Schutz des betroffenen Kindes nach Anhörung kann
    zu Einschüchterung durch den Täter und langfristiges Schweigen des Opfers führen.)
  • Schenken Sie dem Kind Glauben!
    (Sollte ein Kind Ihnen von einem sexuellen Übergriff erzählen, seien Sie einfühlsam,
    aufmerksam und nehmen Sie die Schilderungen ernst.)
  • Gehen Sie ruhig, besonnen und vorsichtig vor!
    (Hysterie hilft niemandem – am wenigsten dem betroffenen Kind.)
  • Tragen Sie die Fakten zusammen!
    (Dies kann bei einem evtl. späteren Verfahren von Wichtigkeit sein.)
  • Keine Übersprunghandlungen! Keine Schnellschussaktionen!
    (Dies kann zur weiteren Gefährdung des Kindes führen.)

 

Kein Gespräch mit der Familie im Fall eines innerfamiliären Verdachts!
(Dies kann zur weiteren Gefährdung des Kindes führen.)