Mehr Informationen finden Sie auf der Childhood-Haus Webseite.

 

Kinder, die sexuelle Gewalt erfahren haben, sind einer starken psychischen Belastung durch Gefühle von Scham, Schuld, Wertlosigkeit oder Angst ausgesetzt. Laut MIKADO Studie ist das Gefühl der Scham dabei die häufigste Barriere, um sich jemandem anzuvertrauen. Schlussendlich sind es gerade einmal 1% aller Fälle von Kindesmissbrauch, die den Ermittlungsbehörde oder Jugendämtern bekannt wird.

Stand 2017/18 in Deutschland:

Jene Kinder, die allen Mut zusammengenommen haben, um sich jemandem anzuvertrauen, werden im Laufe der Ermittlungen bis zu neun Mal befragt. Verschiedene Institutionen müssen zum Zwecke der Fallbearbeitung die Aussage des Kindes aufnehmen oder medizinische Untersuchungen vornehmen. Viele der Personen, mit denen das Kind in Kontakt kommt, haben keine spezifischen Kenntnisse zum Umgang mit traumatisierten Kindern. Infolgedessen kann es im Aufarbeitungsverfahren bei den Kindern zu einer Re-traumatisierung kommen: Einem Flashback zum Moment des Übergriffs. Da seitens der ermittelnden Behörden davon abgeraten wird den betroffenen Kindern während des Ermittlungsverfahrens psychologische Betreuung zur Seite zu stellen, um die Aussage nicht zu verfälschen, bleiben die Kinder häufig unbetreut in einem Prozess, der im Sinne des Rechts, aber nicht im Sinne des Kindeswohls geführt wird. Im ungünstigsten Fall sind lange Verfahrensdauern zu erwarten, in denen das Kind zum Hauptzeugen und Zentrum des Interesses, aber nie zum Gewinner des Prozesses werden kann.

Das CHILDHOOD-HAUS wird das ändern!

 

Am 27. September 2018 wurde das erste Childhood-Haus in Leipzig eröffnet.
In Berlin, Hamburg und Heidelberg sind die kommenden Childhood-Häuser geplant.