„Gewalt jeglicher Art (auch seelische Gewalt), sexuellen Missbrauch und sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche werden wir konsequent bekämpfen. Dazu wollen wir die Forschung verbessern und die Verfahrensabläufe weiter optimieren.“ Zeile 865-867

Vorweg: Es ist besonders diese Passage aus dem aktuellen Koalitionsvertrag, die zeigt, dass auch die politische Ebene endlich erkannt hat, dass die bisherigen Verfahrensabläufe bei Kindesmissbrauch nicht ausreichen – dass es Verbesserungsbedarf gibt. Die Verantwortlichen zusammenführen, Kräfte bündeln und miteinander, statt nebeneinander her arbeiten:

Mit dem Childhood-Haus werden wir genau das erreichen.
Eine Optimierung zum Wohl des Kindes.

Der Koalitionsvertrag
Seit 7. Februar 2018 ist er nun da: Der lang ersehnte Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und der SPD. Auf 179 Seiten haben die Parteien einen Entwurf dessen niedergeschrieben, was sie als mögliche Regierungskoalition zu erreichen planen. Wir haben für Sie die Punkte herausgesucht, die für unsere Arbeit relevant sind und die Bereiche Kinderrechte und Kinderschutz thematisieren:

  • Aufnahme der Kinderrechte in das Deutsche Grundgesetz
    Der Koalitionsvertrag sieht vor, in einer hierfür neuen geschaffenen Arbeitsgruppe einen Gesetzesvorschlag bis Ende 2019 zu erarbeiten. Bis heute (Stand 02.2018) sind die Kinderrechte der Vereinten Nationen nicht im Grundgesetz der BRD verankert – ein längst überfälliger Schritt.
  • Stärkung der Arbeit der Kinderkommission des Deutschen Bundestags
    Die Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder (kurz: Kinderkommission) ist ein kleiner Ausschuss, der die Interessen von Kindern und Jugendlichen auf politischer Ebene vertritt.
  • Bekämpfung von jeglicher Form von Gewalt und sexuellem Missbrauch
    an Kindern & Jugendlichen
  • Wirksamerer Opferschutz in Fällen von Kindesmissbrauch
  • Verankerung der Stelle des UBSKM und Stärkung der Arbeit des Betroffenenrats
  • Fortführung der finanziellen Unterstützung des „Fond Sexueller Missbrauch“
    durch den Bund
  • Maßnahmen gegen weibliche Genitalverstümmelung
  • Anerkennung der Problematik des Groomings und der sexualisierten Gewalt im Internet
  • Intensivierung des Jugendmedienschutzes

Natürlich können wir als Stiftung allen dieser Punkte in ihrer Wichtigkeit und Relevanz nur zustimmen. Letztendlich sind es aber die konkreten Schritte der zukünftigen Bundesregierung, die zeigen werden, ob die politischen Verantwortlichen ein ernsthaftes Interesse daran haben, Kinderrechte zu stärken und gegen jegliche Form von Gewalt an Kindern vorzugehen.