In einer nicht legislativen Entschließung des Europaparlaments im Dezember 2017 wurde die bisherige Umsetzung der EU-Richtlinie von 2011 zur Bekämpfung von sexuellem Missbrauch an Kindern in den einzelnen EU-Ländern bewertet. Entstanden ist ein Appell an die Mitgliedsstaaten, sich stärker als bisher für die Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch einzusetzen.

Folgende Verbesserungen werden gefordert:

  • Engere Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern,
    IT- Unternehmen und Interpol, um sexuellen Missbrauch von Kindern zu verhindern/ zu bekämpfen
  • Verfahren zur Meldung bzw. Sperrung von kinderpornografischen Inhalten im Netz
    sollten beschleunigt werden, u.a. durch eine intensivere Zusammenarbeit mit der IT-Branche
  • Bekämpfung der Gefahren für Kinder durch Online Medien,
    u.a. durch Online-Grooming, „Rache Pornos“ und Cyberstalking
  • Intensiverer Schutz von Kindern mit Migrationshintergrund
    Migrantenkinder gehören zu einer Zielgruppe, die besonders stark durch sexuellen Kindesmissbrauch oder Menschenhandel gefährdert ist
  • Intensiverer Informationsaustausch über Sexualstraftäter
    Systematischer Informationsaustausch der EU-Länder zu Personen, die sich auf Stellen bewerben, die den Kontakt mit Kindern umfassen“
  • Unterstützung für die Opfer
    Förderung und Verstärkung von Kinderberatungsdiensten, sowie Bereitstellung von Rechtshilfe, psychologischer Betreuung und Unterstützung für Opfer durch die EU-Länder

Vollständige Entschließung des Europäischen Parlaments