“Ja, das Childhood Fieber hat auf jeden Fall schon eingesetzt!”

13. Februar 2020
Über uns

Anne, in drei Sätzen: Wer bist du?

Liebe Julia, ich bin 29 Jahre alt und komme aus Hannover. Ich habe in Schweden studiert und bis vor Kurzem in Berlin gelebt. Ich nehme mir Ungerechtigkeiten sehr zu Herzen, bin häufig mehr laut als leise und durch und durch Familienmensch.

 

Seit knapp 6 Wochen bist du Projektmanagerin von Childhood.
Erzähl mal! Wie war es bisher?

Viele neue Eindrücke, nette Menschen und insgesamt eine sehr motivierende Arbeitsatmosphäre. Ich habe die ersten Wochen vor allem dafür genutzt, im Team anzukommen, unsere Projektpartner*innen kennenzulernen und einen Überblick über unsere Childhood Häuser, eröffnete und geplante, zu bekommen. Mich hat besonders das viele Herzblut beeindruckt, mit dem alle Beteiligten sich im Namen von Childhood für Kinder engagieren.

Was hast du bisher beruflich gemacht?

Ich habe bis vor Kurzem als Projektmanagerin in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet. Davor habe ich für das World Food Programme der Vereinten Nationen am globalen Launch der Smartphone App ShareTheMeal mitgearbeitet. Alle meine bisherigen beruflichen Stationen vereinen meinen Wunsch, meinen Beruf mit gesellschaftlichem Engagement zu verbinden.

Was meinst du, bringst du mit zu Childhood?

Ich denke, dass ich mit meinen Erfahrungen im Projektmanagement sowie Fundraising und Advocacy das Team von Childhood im Kinderschutz unterstützen und zukünftig im Besonderen den Aufbau neuer Childhood Häuser in Deutschland mit voranbringen kann. Als Mutter ist für mich persönlich die Vision von Childhood, dass alle Kinder eine sichere und beschützte Kindheit erleben dürfen, allgegenwärtig. Ich fühle mich umso mehr der Mission von Childhood verbunden, mit unserer Arbeit zu inspirieren, neue Lösungen zu fördern und zu entwickeln, um sexuellen Missbrauch, Ausbeutung und Gewalt gegen Kinder zu beenden.

 

Alle vier Childhood Stiftungen sind ja eine große Familie. Du warst letzte Woche ja auch schon im Stockholmer Büro. Bist du schon im „Childhood Fieber“?

Das Team in Stockholm hat mich wirklich mit offenen Armen empfangen. Während meines Besuchs habe ich gemerkt, wie eng alle vier Childhood Stiftungen zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und das gleiche Ziel vor Augen haben. Ich freue mich sehr, nun Teil der Childhood Familie zu sein  – und ja, das Childhood Fieber hat auf jeden Fall schon eingesetzt!

Childhood macht sich ja vor allem auch stark gegen sexuellen Gewalt an Kindern. Hast du dich bisher mit dem Thema auseinandergesetzt?

Ich komme beruflich nicht aus dem Bereich Kinderschutz und habe mir das erste Mal wirklich aktiv Gedanken dazu gemacht, als ich mit meiner Tochter schwanger war. Für mich als Mutter gehören Prävention durch Aufklärung über die eigenen Rechte und Selbstbestimmung über den eigenen Körper zu den wichtigsten Dingen, die ich meiner Tochter mit auf den Weg geben möchte. Rückblickend finde ich es aber erschreckend, wie selten mir das Thema sexuelle Gewalt an Kindern in den Medien und der Gesellschaft begegnet ist und ich wünsche mir, dass dieses unbequeme, aber so wichtige Thema mehr Aufmerksamkeit erhält.

Du bist junge Mutter von einer kleinen Tochter und arbeitest Vollzeit
– was machst du denn so an einem kinderfreien Nachmittag ohne Arbeit?

Ich muss wirklich überlegen, wann das letzte Mal so ein Moment gewesen ist. Am liebsten verbringe ich tatsächlich meine freie Zeit mit meiner Familie, aber ein Kaffee in der Sonne, Kuchenbacken oder das Gemüsebeet in meinem Schrebergarten wären Dinge, für die ich mir gern mal wieder etwas Zeit nehmen würde.

Und zum Schluss unser Klassiker: Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben?

Empathisch, zielstrebig, optimistisch.

 

Auf Instagram könnt ihr Anne bei ihrer Arbeit in den Projekten und als Projektmanagerin begleiten.